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Scheiß Internet - oder wie Protest heute funktioniert

Nie wurde der Medienbruch deutlicher als beim Auftritt des (bald ehemaligen ?) ORF-Programmdirektors Prof. Wolfgang Lorenz beim ORF-Dialogforum im Rahmen des Elevate-Festivals.

Im Laufe der Diskussion gingen dann die Wogen wohl zu hoch. Herr Prof. Lorenz sprach vom "Scheiß Internet" und foderte die jungen Leute auf, sich da zu äußern, wo sie der ORF auch hören könne. Die Jugend von heute solle sich nicht im Internet verkriechen, sondern offen rebellieren.

Tja, was soll man darauf sagen - der Protest im Netz IST real, die Kommunikation via E-Mail und Internet IST Realität. Ein Faktum, das von vielen Menschen heute noch immer ignoriert wird (vgl. die geringere Bedeutung des Internetwahlkampfs in Österreich im Vergleich zu den USA).

Was Herr Professor Lorenz seither bekommt, ist die Antwort der Jugend - und sie wird ihm nicht gefallen. Keine Demonstration am Küniglberg, keine Unterschriftensammlung am Jonas-Reindl - sondern eine INTERNETKAMPAGNE. Jahrelang wurde uns gezeigt wie egal jede Form des Protests ist - man wird nicht gehört. Im Netz gibt es andere Strukturen und andere Regeln und genau das ist Personen wie Prof. Lorenz nicht klar.

Max, von wissenbelastet hat wohl die meisten bisherigen Blogbeiträge zusammengefasst und  die Initiative "Scheiß Internet" versucht die Beiträge und Aktivitäten zu fokussieren. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

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