Für mich ist Luca Hammer der Inbegriff der Studentenproteste Studierendenproteste 2009 #unsereuni bzw #unibrennt. Warum? Nun, er war mitten drin und live dabei und vieles, was ich über die Proteste erfahren habe, kam über seinen Twitteraccount bzw Facebookprofil.
Er hat auf der re:publica einen Vortrag darüber gehalten. Gehört habe ich ihn mangels Anwesenheit in Berlin nicht, aber seine Präsentation lohnt sich jedenfalls: re:burn #unibrennt
Der erste Todestag seiner seligen Heiligkeit JK von und zu Kärnten - und während ganz Kärnten und orange-schwarz gehüllt wird, packt die Bildzeitung aus. Eher packt ein junger Mann aus und nährt alte Gerüchte ...
Die Wahlen zum EU-Parlament stehen vor der Tür und seit heute ist wahlkabine.at mit den aktuellen Fragen online. Diesmal ist die Wahlkabine nicht allein, sondern nimmt - ganz dem europäischen Gedanken folgend - am Netzwerk VoteMatch Europe teil - einem Netzwerk für Wahlorientierungshilfen in vielen EU-Mitgliedsstaaten.
Ich konnte natürlich nicht widerstehen und nach 25 Fragen, ein paar heiklen Antworten und der entsprechenden Gewichtung habe ich eine Orientierung für die Wahl erhalten - und diesmal kommt mir das Ergebnis realistischer vor als bei der Nationalratswahl ...
Gestern präsentierten die Wiener Grünen einen interessanten Vorschlag: Ähnlich dem Vorbild der Badner Bahn soll der Norden Wiens an der Brünnerstraße bis hinaus nach Wolkersdorf mit einer Lokalbahn erschlossen werden - das kommt bekannt vor? Richtig - es gab bis in die 80er (?) Jahre des vergangenen Jahrhunders eine alte Lokalbahn, die von Stammersdorf bis Mistelbach fuhr und mangels Benützung eingestellt wurde.
Was ist seither passiert? Es haben massive Bevölkerungszuwächse in Gemeinden wie Hagenbrunn, Gerasdorf oder Enzersfeld ebenso stattgefunden, wie eine massive Ansiedlung von Gewerbebetrieben an der Brünnerstraße und nun der Ausbau des Knotenpunkts Eibesbrunn mit der Schnittstelle S1 und A5 - das geplante riesige Einkaufszentrum Gerasdorf lasse ich noch außen vor.
Wie ist diese Gegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln heute erschlossen? Es gibt Busse, die im besten Fall im Stundentakt verkehren, sowie eine S-Bahnlinie, die jedoch fern von der Brünnerstraße in Richtung Norden führt. Der Vorschlag der Grünen die Umlandgemeinden mit der U-Bahn in Floridsdorf zu verbinden ist gut, richtig und schon sehr spät.
Die Reaktion des Rathauses? Man sei da ja kaum zuständig (sieht die Trassenführung nur bis Stammersdorf (!)), es gebe keine Planung und vielleicht kommt ja irgendwann einmal die U6 (vor meiner Pension ?).
Eine Schnelle Verbindung von Wolkersdorf über Stammersdorf nach Floridsdorf würde ich auf jeden Fall begrüßen - besser spät als nie.
Jetzt ist es wieder soweit. Nachdem die Post bereits im Herbst des vergangenen Jahres Postämter schließen wollte und die Politik dies vorübergehend verhindert hat, wird es jetzt wieder ernst. 293 Postämter stehen auf der schwarzen Liste und sollen durch 450 Post-Partner ersetzt werden. Gut weil marktwirtschaftlich? Schlecht, weil Verlust an Kundenkontakt? Werden sich Bürgermeister ihr Postamt "erkaufen" können durch Subventionen?
Aus regionaler Sicht ist die Schließung sicher als Nachteil zu sehen, da die ländliche Infrastruktur weiter geschwächt wird. Aus Greißler, Bank, Postamt und Fleischer wird so immer mehr die ländliche eierlegende Wollmilchsau - ob die wohl wenigstens überleben wird?
Alle Postamtschließungen sind bereits bekannt und unter anderem bei orf.at online. Im erweiterten Beitrag zum Nachlesen ...
PS: Ein paar mir gut bekannte Orte scheinen auch betroffen: Oberwölz, Weissensee und Minihof ...
Die Vorlesung "Geistiges Eigentum" von RA Guido Kucsko ist eine der best vorgetragenen Lehrveranstaltungen, die ich je besucht habe. Die Problematiken von Marken-, Muster- und Patentrecht werden sehr praxisnah und fallorientiert in einer unvergleichlichen Art und Weise vorgetragen. Ein Fixpunkt der LV sind auch Gastvortragende, die zu Beginn der Einheit ca. 15 Minuten ihre Probleme mit diesen Rechtsbereichen und ihre Praxiserfahrung vorstellen. Als Anreiz für Mitarbeit werden öfter Bücher, Zeitschriften, Schwedenbomben verwendet.
Ein Stammgast ist ein Vertreter der Austria Tabak, die regelmäßig mit markenrechtlichen Problemen konfrontiert sind. Für Mitarbeitende wurde auch bei uns "Anschauungsmaterial" verteilt, wobei der Sinn sicherlich nicht darin lag diese wieder zurückzugeben - insofern Gratistschick.
Und genau das hat nun zu einem kleinen Eklat geführt. Die Initiative "Rauchfrei Studieren" hat ein wenig Staub aufgewirbelt und ich frage mich wozu. Geht es um den vermeintlichen Kommentar des AT-Mitarbeiters, dass ein paar Zigaretten schon nicht schädlich seien? Dann gebe ich Ihnen recht - böses Lobbying.
Geht es um die vermeintlichen "Gratis-Tschick" - dann finde ich die Aktion höchst unnötig. KEINER wird deswegen zum Rauchen beginnen und KEINER hat etwas davon dies nun als Skandal aufzubauschen. Im nächsten Semester kommen dann die WeightWatchers wegen der Schwedenbomben und im Semester darauf Greenpeace, weil für die verteilten Bücher Bäume gefällt werden mussten ...
Es ist soweit. Noch ist der Aufruf ein zaghafter, aber die Universitäten gehen geschlossen vor. Die Finanzkrise tobt und die Universitäten, die seit Jahren aus dem letzten Loch pfeifen, sehen mit Geldern aus Forschungsfonds einen der letzten Geldhähne dahin schwinden.
Ob die Studenten es schaffen sich diesmal aufzuraffen und auf die Straße zu gehen? Wird die ÖH es schaffen abseits von parteilpolitischem Hickhack zu agieren? Können Studentenverbindungen gemeinsam mit linken Gruppen demonstrieren?
Scheuch: Grenzen sind für mich dann erreicht, wenn
der Einzelne oder Gruppen gedemütigt oder pietätlos behandelt werden
und wenn es zu einem massiven Volkszorn kommt. Stermann und Grissemann
haben die Kärntner Volksseele wirklich verletzt. Es ist auch Aufgabe
der Politik, dass man die Meinung des Volkes kommuniziert und sich
nicht in kritischen Fragen hinter irgendeinem Kunstverständnis
versteckt.
STANDARD: Die Kunst hört also dort auf, wo die Kärntner Volksseele verletzt wird?
Scheuch: Wenn man die Kärntner Volksseele verletzt, dann hat die Kunst ihre Grenzen.
vgl. Der Standard, Printausgabe 17.11.2008
"Uwe Scheuch sollte zwischendurch den einen oder anderen Gesetzestext lesen und nicht tagtäglich 58 Prozent der KärntnerInnen in Volksgemeinschaft-Geiselhaft nehmen", schlägt der Kultursprecher der Grünen Wolfgang Zinggl vor. Artikel 17 a Staatsgrundgesetz böte sich an: 'Das künstlerische Schaffen, dieVermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei.'
"Von einer Kärntner Volksseele, bei deren Verletzung die Freiheit der Kunst den BZÖ-Vorstellungen zufolge zu enden habe, ist in diesem Artikel zum Glück nicht die Rede. Dem Gesetzgeber war die Kärntner Volksseele nämlich egal."
Dr. Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen 17.11.2008 via OTS
Kunst kann vieles sein. Kunst kann begeistern, erregen, erschaffen, zerstören, erheben und vernichten - das alles kann die Kunst.
Nur eines kann die Kunst nicht machen, sei sie geschmacklos, pietätlos, verletzend oder sogar herabwürdigend - eine Volksseele verletzen. Volksseelen sind nur Hirngespinste, ersonnen von Politikern, um die Massen zu lenken.
Heute ist Wahltag - Obama, der charismatische, schwarze Senator, der einen Traum hat oder McCain, der alte, weiße Senator, der ein Trauma vom Vietnamkrieg hat.
Wahlticker Live durch CBS:
Freuen wir uns auf eine spannende Wahlnacht und hoffentlich keine Jammerstimmung am nächsten Morgen!
Wie im heutigen Onlinestandard zu lesen ist, gab es bei einigen Briefwählern im Staat New York einen peinlichen Fehler: aus Barack OBAMA, wurde Barack OSAMA - ob da wohl ein McCain-Anhänger ein wenig nachgeholen hat, um Obama erneut in die Nähe zum Terrorismus zu bringen? Oder doch nur menschliches Versagen? wir werden es nie erfahren ...
Jörg Haider, Landeshauptmann von Kärnten, Parteichef des BZÖ, herausragender Politiker, Populist und erbitterter Gegner des österreichischen Proporzsystems ist tot.
Nach seinem plötzlichen Tod heute in den frühen Morgenstunden (siehe Video weiter unten) wird es in den nächsten Tagen ein politisches Erdbeben geben, das in seiner ganzen Dimension wohl erst in den nächsten Jahren zu überblicken sein wird.
Jörg Haider war alles in einer Person - der Vertreter des kleinen Mannes und Volkstribun, Landesvater und Staatslenker, genauso wie Aufhetzer und scharfer Kritiker.
Auch wenn ich mich in keiner Weise mit ihm bzw den vertretenen Inhalten identifizieren konnte muss man anerkennen, dass heute ein großer Politiker gestorben ist.
Wer sich nun fragt, warum so handzahm? Nun, man soll die toten ruhen lassen und in Würde zu Grabe tragen - danach wird noch genug zu diskutieren sein.
Ein Satz, der wohl noch oft zitiert werden wird und schön beschreibt, was Jörg Haider für viele Menschen darstellte, stammt vom LH-Stv. Gerhard Dörfler: "In Kärnten ist die Sonne vom Himmel gefallen."
Ich kann mir natürlich nicht anmaßen ein umfassendes Statement zu den Verlusten abzugeben, aber als symptomatisch für den VP-Wahlkampf kann wohl die "Moltererhyme" gesehen werden. Bis gestern war diese unter molterermania.at zu finden - heute ist die Seite bereits offline (und vielleicht proellmania in Planung?). Im Google-Cache findet man zumindest noch eine Version der Seite.
Der "wunderbare" Song wurde zum Glück noch nicht offline gestellt und somit kann jeder die Molterer Hyme 2008 hören -> "... entscheide frei, entscheide für die Volksparteiiiii". Wer noch überlegt, ob sich das Lied anhören soll, dem sage JA,JA,JA - ich habe selten etwas so peinliches gehört .
Erstmals in der Geschichte der Republik bildet das "Dritte Lager" die stimmen- und mandatsstärkste Gruppe im österreichischen Parlament. Was Jörg Haider mit "seiner" FPÖ durch die Regierungsbeteiligung im Jahr 1999 nicht mehr gelang, ist nun durch die blaue Strache-FPÖ und die orange Kärntner Regionalpartei Wirklichkeit geworden.
Ich schäme mich.
Ich schäme mich für die Leichtgläubigkeit der Menschen.
Ich schäme mich für die Intoleranz gegen über den "Anderen".